{"id":80,"date":"2012-10-15T22:07:06","date_gmt":"2012-10-15T22:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/cafe-filsbach.de\/?page_id=80"},"modified":"2013-04-29T15:19:25","modified_gmt":"2013-04-29T13:19:25","slug":"stadtteilgarten","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/filsbach.com\/?page_id=80","title":{"rendered":"Stadtteilgarten"},"content":{"rendered":"<p>Die Idee&#8230;<\/p>\n<p>des Gartens wurde von Mitarbeitenden des Kinderhauses der Begegnungsst\u00e4tte entwickelt; die an den Spielplatz H6 angrenzende, zum Teil ungenutzte Fl\u00e4che sollte f\u00fcr den Stadtteil nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig sollte ein Anreiz geschaffen werden, den Platz mitzugestalten und f\u00fcr ihn Verantwortung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Was hat das Projekt mit der Lokalen Agenda zu tun ?<br \/>\nDie Planung des Projektes erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt der Stadt Mannheim. Bei einer Mitgliederversammlung des Tr\u00e4gervereins der Begegnungsst\u00e4tte wurden Helferinnen und Helfer aus dem Stadtteil geworben; der Kreis erweiterte sich im Laufe der Zeit. Die Beteiligten verstanden sich schon w\u00e4hrend der Planungsphase als Teil der Mannheimer Agenda 21.<\/p>\n<p>Was wurde unternommen ?<br \/>\nDas Gel\u00e4nde wurde im September 2000 entsprechend den erarbeiteten Pl\u00e4nen umgestaltet. Unvorhergesehene Probleme mussten bei den Rodungsarbeiten und beim Bau des Gartenzaunes bew\u00e4ltigt werden, um die Bausubstanz der angrenzenden Tiefgarage nicht zu sch\u00e4digen. Anfang des Jahres 2001 wurde ein Wettbewerb zur Namensgebung veranstaltet. Da die eingegangenen Vorschl\u00e4ge nicht \u00fcberzeugten, wurde der Arbeitstitel \u201cStadtteilgarten\u201d seither als Name beibehalten. Am 27. April 2001 wurde der Stadtteilgarten im Rahmen eines &#8222;Umwelttages&#8220; &#8211; unter Einbeziehung weiterer Stadtteilakteurinnen und -akteure der Stadtteilkonferenz Westliche Unterstadt -eingeweiht.<br \/>\nDIe offizielle Begr\u00fc\u00dfung erfolgte durch Herrn B\u00fcrgermeister Lothar Quast sowie einem Vertreter des Ministeriums f\u00fcr Umwelt und Verkehr des Landes Baden-W\u00fcrttemberg. Viele G\u00e4ste aus dem \u00f6ffentlichen Leben, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtteileinrichtungen sowie Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner nahmen an dem Fest teil.<\/p>\n<p>Eine Gruppe von sechs Personen erarbeitete Regeln zur Nutzung des Gartens, die sich auf die Nutzungszeiten, die Zugangsberechtigung und die Haftung erstrecken. Interessierte k\u00f6nnen einen \u201cGartenausweis\u201d beantragen, mit dem der Gartenschl\u00fcssel gegen ein geringes Pfand abgeholt werden kann.<\/p>\n<p>Projektziele<br \/>\nGestaltung eines Stadtteilgartens mit b\u00fcrgerschaftlicher Beteiligung von Kindern und Erwachsenen aus der Westlichen Unterstadt<\/p>\n<p>Soziales<br \/>\nKinder aus dem Stadtteil, meist zwischen 6-12 Jahre, halten sich bei guten Wetterverh\u00e4ltnissen meist drau\u00dfen auf dem Spielplatz oder dem Hof vor der Werkstatt auf. Im Rahmen der Spiel-, Bastel- und handwerklichen Angebote versuchen wir Stadtteilkinder u.a. an die Natur, die in einer Gro\u00dfstadt wie Mannheim kaum erlebbar ist, heranzuf\u00fchren. Der an den Spielplatz angrenzende und seinerzeit ungenutzte Teil der Freifl\u00e4che sollte f\u00fcr den Stadtteil nutzbar gemacht, der Platz belebt und als R\u00fcckzugsraum f\u00fcr Menschen des Stadtteils gestaltet werden, denen der Spielplatz mit seinen Sitzfl\u00e4chen aufgrund der hohen Frequentierung zu laut ist. Es sollte ein Anreiz geschaffen werden, ihn mitzugestalten und Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Die F\u00f6rderung des sozialen und \u00f6kologischen Bewusstseins war uns ein wichtiges Anliegen. Der Platz liegt in einem stilleren Winkel, der geradezu f\u00fcr Drogenhandel und -missbrauch pr\u00e4destiniert war. Auch wurde er als M\u00fcllhalde f\u00fcr leere Dosen, Flaschen oder sonstige Abfalle verwendet. Um Hundehalter davon abzuhalten, ihren Hund in den Garten zu f\u00fchren und zum Schutz vor Vandalismus wurde ein Zaun angebracht.<\/p>\n<p>\u00d6kologie<br \/>\nDie Heranf\u00fchrung und. Sensibilisierung von Kindern und Erwachsenen in den Bereich &#8222;\u00d6kologie&#8220; war ein weiterer wesentlicher Aspekt.<br \/>\nBei der Umgestaltung der Gr\u00fcnfl\u00e4che wurden \u00f6kologische Aspekte (baubiologische Materialien, z.B. Natursteinbel\u00e4ge, Holzb\u00e4nke, Einsatz von \u00f6kologischen Materialien, z. B. Verwendung von Komposterde, organischem D\u00fcnger, Holzbaustoffe, Palisaden, Ranksysteme, Zaun) ber\u00fccksichtigt.<br \/>\nNach Fertigstellung des Gartens wurde ebenfalls angedacht Fachleute einzuladen, die \u00fcber biologischen Pflanzenschutz, Bodenbearbeitung, Kompostierung, D\u00fcngen, Sch\u00e4dlingsabwehr usw. informieren und Fragen beantworten. Leider konnten wir dieses Ziel aufgrund der fehlenden personellen Ressourcen noch nicht umsetzen. Bei Interesse werden wir in einer Mitgliederversammlung des Vereins den Punkt gerne aufnehmen und nach M\u00f6glichkeiten der Realisierung schauen.<\/p>\n<p>\u00d6konomie<br \/>\nDie Umgestaltung der vorhandenen Gr\u00fcnfl\u00e4che in einen Stadtteilgarten konnte selbstverst\u00e4ndlich nur mit Unterst\u00fctzung von Fachkr\u00e4ften erfolgen. Das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt der Stadt Mannheim \u00fcbernahm deshalb die Bauleitung und Koordination und leitete nach der Projektbewilligung durch das entsprechende Ministerium von Ba-Wttbg. die erforderlichen Ausschreibungsma\u00dfnahmen ein. Hierdurch wurde arbeitslosen Menschen eine sinnvolle T\u00e4tigkeit vermittelt, die es ihnen erm\u00f6glichte eigene Ideen einzubringen und sich mit Hilfe der fachlichen Anleitung zu qualifizieren. Wie sich sp\u00e4ter herausstellte, gelang es einigen aufgrund dieser Besch\u00e4ftigungsma\u00dfnahme auf dem ersten Arbeitsmarkt Fu\u00df zu fassen.<br \/>\nF\u00fcr Arbeiten, die nicht von Fachkr\u00e4ften \u00fcbernommen werden mu\u00dften, konnten Vereinsmitglieder und Stadtteilbewohner hinzugezogen werden. Nach Beendigung der Umgestaltungsarbeiten im Fr\u00fchjahr 2001 wurde die Koordination der mit dem Stadtteilgarten verbundenen Folgeaufgaben von den Projektverantwortlichen \u00fcbernommen!<br \/>\nDer Stadtteil &#8222;Westliche Unterstadt &#8220; erfuhr durch dieses nachhaltige Projekt eine Aufwertung.<\/p>\n<p>Partizipation<br \/>\nIm Vorfeld der Planungen wurden mehrere Bewohnerinnen und Bewohner, deren Wohnungen an die Gr\u00fcnfl\u00e4che angrenzen, angesprochen und nach ihrer Bereitschaft zur Unterst\u00fctzung und verbindlichen Mitverantwortung befragt. Einige begr\u00fc\u00dften dieses Projekt sofort und sagten ihre Mithilfe &#8211; auch f\u00fcr die Zukunft &#8211; zu. Sofort nach Bewilligung des Projektes wurde ein Rundschreiben herausgegeben, in dem das Projekt erl\u00e4utert und ein Termin vereinbart wurde, um gemeinsam Details f\u00fcr die Umsetzung zu diskutieren. Der Stadtteilgarten sollte \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein. Hierzu waren bestimmte Voraussetzungen erforderlich, wie Aufstellung von verbindlichen Regeln (z. B. wer von den B\u00fcrgerinnen \u00fcbernimmt f\u00fcr den Zugang am Wochenende und an Feiertagen die Verantwortung?)<br \/>\nDer Garten wurde von einem 1,80 m hohen Zaun mit einer abschlie\u00dfbaren T\u00fcre umrandet, der im Laufe der Zeit durch die Bepflanzung von Ranken und Gew\u00e4chsen versch\u00f6nert wurde. Der Zaun wurde f\u00fcr alle einsehbar gestaltet, damit interessierte Mitb\u00fcrgerinnen sich vom Geschehen \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. Hierdurch soll die Motivation und das Interesse geweckt werden, sich weiterhin verantwortlich am Stadtteilgarten-Projekt zu beteiligen. Nach Beendigung der Umgestaltungsphase gibt es vom Fr\u00fchjahr bis in den sp\u00e4ten Herbst viele Arbeiten im Garten zu verrichten, die einer intensiven und kontinuierlichen Pflege bed\u00fcrfen.<br \/>\nDIe Vereinsmitglieder Baki Cerit und Claudia Edwards haben im Fr\u00fchjahr 2007 die Verantwortung f\u00fcr die Pflege und Instandhaltung des Stadtteilgartens \u00fcbernommen. Wer sich f\u00fcr eine Beteiligung an der Gartenarbeit interessiert, kann sich unter der Rufnummer 25846 an die Gesch\u00e4ftsstelle wenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>STADTTEILGARTEN &#8211; REGELN<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1. Allgemeine Nutzungszeiten des Stadtteilgartens<br \/>\nMontag 15.00 \u2013 22.00 Uhr<br \/>\nDienstag bis Freitag 13.00 \u2013 22.00 Uhr<\/p>\n<p>Damit orientieren sich diese Nutzungszeiten an den \u00d6ffnungszeiten vom Caf\u00e9\u2019 Filsbach.<br \/>\nDavon abweichende Nutzungszeiten sowie die Nutzung an Wochenenden (Samstag\/Sonntag oder Feiertage) sind nach vorheriger Vereinbarung m\u00f6glich.<br \/>\nBei Anbruch der Dunkelheit muss der Garten abgeschlossen werden.<\/p>\n<p>2. Zugangsberechtigung\/Nutzungsrecht<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich haben Mitglieder des Vereins Begegnungsst\u00e4tte Westliche Unterstadt sowie Anwohnerinnen und Anwohner des Stadtteils Westliche Unterstadt das Recht, den Garten als Erholungsraum zu nutzen.<br \/>\nUm den Garten betreten zu k\u00f6nnen, ist zuvor der Schl\u00fcssel hierzu in der Regel an der Theke vom Caf\u00e9 Filsbach gegen ein Pfand abzuholen, Spende erw\u00fcnscht. F\u00fcr die Ausstellung des Gartenausweises wird eine Bearbeitungsgeb\u00fchr erhoben. Diese betr\u00e4gt z.Zt. 5 \u20ac.<br \/>\nKinder und Jugendliche bis 18 Jahre d\u00fcrfen nur in Begleitung Erwachsener in den Garten.<br \/>\nHaustiere sind im Garten nicht erlaubt.<\/p>\n<p>3. Gartenordnung<\/p>\n<p>Bei der Nutzung des Gartens ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Pflanzen und kein Gartenmobiliar besch\u00e4digt werden. Ferner ist auch auf Sauberkeit zu achten und daf\u00fcr zu sorgen, dass vom Garten keine L\u00e4rmbel\u00e4stigung f\u00fcr die Anwohner ausgeht. Der pers\u00f6nliche M\u00fcll ist zu Hause zu entsorgen (M\u00fcllbeutel mitbringen).<\/p>\n<p>Mehrmals im Jahr sollten sich regelm\u00e4\u00dfig GartennutzerInnen an der gemeinschaftlichen Gartenarbeit (Gie\u00dfen, Unkraut entfernen, Fegen, Laube s\u00e4ubern usw.) beteiligen. Kontaktperson ist\u00a0\u00a0das Vereinsmitglied Enver Enli und Nuri Cihanbeyli \u00a0(Mitarbeiter und Vereinsmitglied).<\/p>\n<p>4. Haftung<br \/>\nJede Nutzerin bzw. jeder Nutzer ist w\u00e4hrend der Aufenthaltszeit im Garten f\u00fcr diesen verantwortlich. Sie oder er hat w\u00e4hrend dieser Zeit das Hausrecht \u00fcber diesen Garten, wenn keine Mitarbeitenden der Begegnungsst\u00e4tte sich darin aufhalten.<br \/>\nWer von der Begegnungsst\u00e4tte den Schl\u00fcssel gegen Empfangsbest\u00e4tigung erhalten hat, haftet f\u00fcr diesen bei Verlust oder Besch\u00e4digung. Deshalb sollte der Schl\u00fcssel in der Regel immer in der Begegnungsst\u00e4tte zur\u00fcckgegeben werden. An Wochenenden gibt es individuelle Regelungen.<\/p>\n<p>Bei Verlassen des Gartens ist dieser abzuschlie\u00dfen, falls niemand anderes den Gartenschl\u00fcssel \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Bei der ersten Nutzung des Gartens wird von der Nutzerin oder dem Nutzer eine Karteikarte mit den notwendigen Personalien angelegt, die Name, Anschrift, Telefon und Ausweisnummer des amtlichen Ausweispapiers enth\u00e4lt und die Bearbeitungsgeb\u00fchr gegen Quittung bezahlt.<br \/>\nMit der Unterschrift best\u00e4tigt die Nutzerin bzw. der Nutzer au\u00dferdem den Erhalt der Nutzungsbedingungen f\u00fcr den Garten. Ohne diese rechtsverbindliche Unterschrift auf der Karteikarte kann der Gartenschl\u00fcssel nicht ausgeh\u00e4ndigt werden.<\/p>\n<p>Stand: 04\/2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee&#8230; des Gartens wurde von Mitarbeitenden des Kinderhauses der Begegnungsst\u00e4tte entwickelt; die an den Spielplatz H6 angrenzende, zum Teil ungenutzte Fl\u00e4che sollte f\u00fcr den Stadtteil nutzbar gemacht werden. 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